Mountainbike Alpencross

Mountainbike Alpencross

„Und? Wohin gehst du auf Studienfahrt?" „Ich fahr' mit dem Fahrrad über die Alpen!" „Was(???) hasch du eigentlich gelernt? Das ist doch viel zu anstrengend! Ich geh nach Barcelona."
Trotz solcher Gespräche im Vorfeld der Fahrt fanden sich zur Abfahrt drei Schülerinnen und 14 Schüler ein, um das Wagnis einzugehen. Durchtrainiert und bepackt mit Riegeln, Landjägern und Getränken, aber leider noch ohne Marmeladenbrot, konnte das Unternehmen im Regen gestartet werden. Das Wetter sorgte gemeinsam mit einigen Pannen auch dafür, dass die erste Etappe trotz ihrer bescheidenen 600 Höhenmeter sehr anstrengend wurde. Das Essen am Abend in Scuol wurde deshalb von manchen auch besonders schnell verschlungen. Für Genuss blieb dabei keine Zeit mehr. Auch an die Bettruhe musste abends niemand mehr erinnert werden.

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(Studienfahrt KS2 2011 - das Bild gibt es auch "in groß" - lohnt sich)

Ganz ähnlich verhielt es sich an den anderen Tagen. Zunächst wartete aber ein nettes weißes Geschenk in Form von Schnee auf uns. Der Kommentar am Morgen dazu: „Heißes Ding!" Da wusste allerdings auch noch niemand, wie heiß uns bei der zweimaligen Querung des Ofenpasses, unterfüttert mit Fahrten an der Höhenlinie entlang (das heißt ständig bergauf und bergab, wie die Gruppe bald schmerzlich feststellte) dann doch noch werden würde.

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Glücklicherweise waren alle Teilnehmer mit gepolsterten Radhosen ausgestattet. Diese verhindern aber nicht alle Schmerzen, schon gar nicht die in Füßen, an Knien und am Rücken. Dank der bärenstarken und fixen Begleitlehrer, Herrn Jacoby und Herrn Feldmeier, wurden aber alle Schwierigkeiten und täglich die 1000 Höhenmetermarke überwunden.  Und auch wenn es manches Mal nicht so schien, als würden wir jemals ankommen oder den Ofenpass ein zweites Mal bezwingen können, war es trotz der widrigen Umstände fast jeden Tag möglich, auch abseits der Straßen so zu biken, wie die Gruppe sich das vorgestellt hatte. Der letzte Tag sollte in dieser Hinsicht die Krönung darstellen. Immer der Höhenlinie entlang ging es um St. Moritz auf Feldwegen und schönen Trails bergauf und bergab. An Steilhängen entlang schien es so, als könnte jeder Fahrfehler der letzte gewesen sein. Natürlich wurde diese Vermutung überprüft und glücklicherweise für falsch befunden. Deshalb konnte es nach einem Riegel gegen den Schock auch schon wieder dem Ende entgegen weitergehen.

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Nach der insgesamt dritten Zugfahrt erreichten deshalb alle Teilnehmer wieder glücklich und beinahe unversehrt den Bodensee. Die restlichen 10 Kilometer und 100 Höhenmeter waren dann auch keine große Anstrengung mehr.
Wir bedanken uns bei Herrn Feldmeier und Herrn Jacoby für die nicht ganz einfache Planung der Tour und dafür dass sie uns inmitten der wunderschönen Bergwelt zu Hochleistung angetrieben haben und uns damit in den meisten Fällen auch immer Spaß und etwas zu lachen beschert haben :D

(Sebastian Beckmann)

Daten der Tour

Strecke: Lindau (Abfahrt) à (Heilbronner Hütte; wegen Schlechtwetter ausgelassen) à Scuol à Sta. Maria à Livigno à St. Moritz (2 Nächte) à Friedrichshafen
Höhenmeter: Wetterbedingt reduziert auf etwa 5.200 m
Wegstrecke: Wetterbedingt reduziert auf etwa 220 km
Maximale Schneehöhe: etwa 60 cm
Höchste Passhöhe: Berninapass, 2.328m

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