Fachschaft Deutsch

Tom, der Kater ist ganz grau,
er hat 'nen Feind, der ist sehr schlau,
jeden falls viel schlauer als er,
naja, das ist ja auch nicht schwer.

Ne kleine Maus hält vieles aus,
auch die Katz in ihrem Haus,
viele Wege, viele Gänge,
Jerry kennt da jede Menge.

...

Herbst 2016

Poeten und Poetinnen am MGTT

Es ist schon eine Art Tradition geworden, dass mit der Unterstützung des Fördervereins des MGTT und des Jugendhauses Tettnang in regelmäßigen Abständen Poetry-Slam-Workshops für Schüler und Schülerinnen verschiedener Jahrgangsstufen angeboten werden können. So auch letzten Sommer im Rahmen der Projekttage. Begleitet von dem Profi Tobias Heyel entstanden wunderschöne Texte, verfasst von jungen Dichtern und Dichterinnen aus der damaligen 9. Klasse, die in den letzten Wochen noch einmal überarbeitet wurden (Verfasserin dieses Texts: C. Haring-Breitwieser). Im Folgenden eine kleine Kostprobe:

Geblieben ist nichts
Außer einer hyperaktiven Welt
Geschrieben steht viel
was Fremdartiges entstellt.

In den Schriften gefielen,
den Gelehrten auf Welt.
Der Friede auf Erden,
der jetzt brüchig zerfällt.

Mit Bomben und Schüssen
wird im Herz gesät.
Terror und Schrecken,
durch Hass genährt.

Doch zwischen dunklen Wolken,
ist ein Licht in Sicht.
Auf eine weiße Taube,
die Frieden verspricht.

Mit Hoffnung und Liebe,
wird der Himmel erhellt.
Durch Zuversicht und Glaube,
wird der Friede erstellt.

Emil Widmann

 

Candy

Gestern hat es geregnet; laut Wetterbericht hätte es auch gewittern können, deshalb musste ich gezwungenermaßen den Tag drinnen verbringen. Ich bin nämlich aus Zucker zu meinem großen Leidwesen. Früher hat man mich oftmals als „zuckersüß“ bezeichnet, was mich immer sehr gefreut hat. Aber mit der Zeit wurde mir klar, dass das ein wahres Handicap sein kann. Manche Menschen können mich nicht ausstehen, weil ich aus Zucker bin, aber das ist okay. Diese Menschen sind mir noch zig Mal lieber als die schrägen Vögel, die meinesgleichen bis zum Umfallen verspeisen. Manchmal kommt es vor, dass Leute mich in einer Nacht- und Nebelaktion versuchen zu entführen, allein deshalb, weil ich für vorrübergehenden Frustabbau bekannt bin – totaler Schwachsinn, sag ich euch. Alles beginnt mit dem Glockenschlag um Punkt 11 mit einem Quietschen. Dann fällt Licht auf mich und man hört leise Schritte. Allerdings entfernen sie sich dann meistens wieder … und ich bin gerettet, wenn das Licht ausgeht. Das habe ich dann Nacht für Nacht meinem Retter Gewissen zu verdanken, dem schlechten Gewissen. Meistens werde ich danach ein paar Tage in Frieden gelassen und kann hinter Colorado und Lakritz in meinem hübschen Heim bleiben. Neulich meinte meine Vater Haribo, ich solle doch wieder zu ihm und Mama nach Leibnitz ziehen. Ich werde das auf keinen Fall tun, das habe ich ihm auch gesagt. Er meinte zwar, dass meine kleinen Schwestern, die Zwillinge Kit und Kat, sich schrecklich freuen würden, wenn ich käme. Freundlich, aber bestimmt habe ich ihm dann erklärt, dass dieser Kinder-Kram mich nicht interessiert und ich lieber zum Mars fliegen würde, als nach Hause zu kommen. Dann habe ich mir auch schon meine Snickers geholt, um mich auf den Weg zum Ritter zum sportlichen Turnier zu machen. Ich lief also durch den Flur und stolperte doch glatt über das Toffee, das mir die Fee dagelassen hatte, als ich mir letztens etwas gewünscht hatte. Diese Fee geht mir übrigens gewaltig auf den Keks. Ständig hält sie mir einen Vortrag - Von wegen, ich solle doch endlich Rico und La ihre Bonbons wiedergeben! Dabei ist das unmöglich, ich habe sie gestern nach 8 gegessen. Glücklicherweise fand ich den Autoschlüssel noch rechtzeitig und konnte mit meinem Smart zum Stadion fahren, wo Ritter mich bereits sehnlichst erwartete. Mr Elmex war ebenfalls wieder gekommen, um mit uns zu streiten; dieses Mal hatte er auch wieder Blenda Med dabei, diese hochnäsige Ziege (sie findet es witzig, allen Menschen mit ihrem Schokolippenstift ein Küsschen auf die Wange zu drücken), dabei sind wir nicht einmal gute Freunde! Wie dem auch sei, ich habe Mr Elmex und Blenda Med endlich einmal eine ordentliche Abreibung verpasst. Ich heiße schließlich nicht umsonst Candy und kämpfe für mehr Karies in dieser Welt!

Hannah Stehle

Januar 2016

PoetrySlam

Ende des ersten Halbjahres durfte unsere achte Klasse im Fach Deutsch bei Frau Haring-Breitwieser in einem dreitägigen Workshop Dichten und Schreiben einmal ganz anders kennenlernen. Der PoetrySlam ist ein Wettbewerb, in dem Dichter ihre selbstgeschriebenen Texte präsentieren und das Publikum schließlich einen Gewinner wählt.

Mit Tobi, einem Slammer, hatten wir eine spaßige und kreative Zeit. Anfangs beeindruckte er uns mit einem Text von ihm und weihte uns so auch gleich in die verschiedenen Bereiche des Slammens ein: Lyriks, Spoken Words und Kurzgeschichten. Nach einigen Tipps zur Vorarbeit wagten wir uns an unseren ersten eigenen Versuch. Es war spannend zu sehen, wie unterschiedlich die Ideen zum Thema „Superhelden“ waren. Texte wie „MegaMiley“ brachten uns zum Lachen, während andere Texte uns eher nachdenklich stimmten. Tobi half uns immer wieder aufs Neue, unsere Schriebe zu verbessern und zu vervollständigen. Auch am zweiten Tag durften wir neben einigen lustigen Sprach- und Schreibübungen viel mit unseren Texten arbeiten und mit der Zeit nahmen die vielen Ideen Gestalt an. Am dritten und letzten Treffen mit anschließendem Vortragsabend vollendeten wir unsere Texte und fingen das Üben des Vortragens an. Tobi zeigte uns beispielsweise, wie wir interessant und spannend  betonen und uns in das Gedicht hineinversetzen. Außerdem konnten wir auf der Bühne mit Mikrofon üben. Vor dem Schlussevent machten wir eine Pause, in der man Pizza essen und sich noch etwas entspannen konnte. Als die Eltern und Gäste schließlich eintrafen, bekamen wir Lampenfieber. Doch vom Applaus der Gäste ermutigt und vom Spaß am Schreiben gestärkt, konnten wir alle Texte gut und überzeugend vortragen. Insgesamt hatten wir zusammen eine Menge Spaß und viel Freude am Slammen.

Naomi Kirstein und Natascha Roll

Drei Gedichte, die während des Workshops entstanden sind, sehen sie hier:

Ich steh hier

Weißt du eigentlich, wie‘s mir geht,
wie man sich fühlt, wenn man hier steht?
Man muss was sagen,
darf nicht klagen
nicht verzagen,
doch du sagst ich soll es wagen?

Aber stell dich selbst hier hin,
dann weißt du wo ICH bin!

Du willst unbedingt, dass ich‘s tu,
doch du, du gönnst dir deine Ruh,
du lachst, wenn ich ‘nen Fehler mach,
doch ich fühl mich hier oben schwach.

Du sitzt da und grinst mich an,
du weißt, dass ich nicht zurück kann,
du kannst ganz ruhig da unten bleiben,
musstest gar nichts hierfür schreiben.

Ich brachte einfach nichts aufs Blatt,
und langsam hat ich‘s wirklich satt,
mein Kopf war leer, ich wusst  nicht mehr,
was dieses Blatt noch füllen sollte.

Aber, wenn du selbst da sitzt,
dann weißt du, wie das Schreiben ist!

Du sagst mir all die Dinge,
dir für das präsentieren,
doch die Fehler packen dich,
wie eine Schlinge.

Sie reißen dich in einen Strudel,
in einen riesen Wörtertrubel,
du weißt nicht, wie viel Zeit ich brauchte,
in der ich sonst 10 T-Shirts kaufte.

Jetzt stehe ich hier oben,
kann daran nichts mehr ändern,
könnt innerlich so toben,
doch du schaust mich von unten an.

Aber stell dich selbst hier hin,
dann weißt du, wo ich bin!   

Naomi Kirstein

 

Ein „Superheld“

Sie ist schnell,
sie ist flink,
sie schwingt sich durch den Wind,
fast niemand kann sie sehen.
Doch einzig allein,
weiß jeder dass’s sie gibt,
und dass sie da war.

Schneller als der Blitz,
schwingt sie sich durch die Stadt.
Oh, nein. Ein weinendes Kind, doch ein Blitz und es freut sich.
Wer ist sie!!! Wer ist sie!! Wer ist sie!
Ist sie ein Held,
ist sie eine Superbraut,
ist sie eine UNICEF-Helferin oder Stifterin?

Jedes Kind fragt sich, wer sie ist.
Da plötzlich eine Abrissbirne,
das kann nur Mega-Miley sein.
Jubel und Beifall begrüßt sie aus der Stadt.

Marc Breyer

 

Tom und Jerry

Tom, der Kater ist ganz grau,
er hat 'nen Feind, der ist sehr schlau,
jeden falls viel schlauer als er,
naja, das ist ja auch nicht schwer.

Ne kleine Maus hält vieles aus,
auch die Katz in ihrem Haus,
viele Wege, viele Gänge,
Jerry kennt da jede Menge.

Tom rennt immer zu ihm hin,
doch sein Selbsterhaltungssinn
ist für Tom ja viel zu gut,
da verliert man leicht den Mut.

Und wenn Tom dann freundlich scheint,
und bei ihm gehörig schleimt,
weiß die Maus doch was er will,
nämlich Mäuschen auf dem Grill.

Manchmal hockt Tom in der Patsche,
denn der Hund spielt auch Apache.
Und wenn er Tom dann matern will,
so gibt's Kätzchen auf dem Grill.

Als der Tom sich wieder fing,
und fröhlich pfeifend angeln ging,
war die Maus statt Wurm dabei,
doch die war schnell wieder frei.

Ja, der Tom hat auch Gefühle,
und in der Gedankenmühle,
geht er zu der Katze hin.
Sie geht ihm gar nicht aus dem Sinn.

Doch Jerry hat's ihm schön vergeigt,
und dass hat Tom ihm nie verzeiht.
So jagt er ihn sein ganzes Leben.
Frieden wird's wohl niemals geben.

Wir lieben sie, sie hassen sich.
Die Unordnung ist fürchterlich,
Darum ist jetzt hier mal Schluss,
weil ich die Bühne räumen muss.

Evelyn Kirstein

 


November 2013

Wortgefecht zweier Revolutionäre

Georg Büchners Drama „Dantons Tod“ überzeugt im Stadttheater Lindau in einer Neuinszenierung von Andreas Studnitz, Intendant des Ulmer Theaters.

Der erste Eindruck des Bühnenbildes ist für den Zuschauer , der das Drama noch nicht kennt, verwirrend. Doch wenn man sich mit dem Text bereits auseinandergesetzt hat, ergeben die roten Striche und flächenartigen Windungen auf der hinteren Bühnenwand und auf dem Boden die Adern und Gehirnfasern, die Danton seiner Frau Julie „ aus der Schädeldecke" zerren will, um ihre geheimsten Gedanken zu erfahren. Die kreuz und quer durcheinander liegenden nackten Puppen, die zuerst sehr befremdlich wirken, sollen die unzähligen Opfer der Französischen Revolution darstellen. In der Mitte der Bühne befindet sich ein langer, drehbarer Esstisch. Am einen Ende sitzt Danton, vor sich viele Delikatessen und Wein, was man als Zeichen seines lasterhaften Lebens erkennen kann. Ihm gegenüber befindet sich Robespierre, der nur Wasser trinkt und auf diese Weise das Ideal der Tugend zum Ausdruck bringt. Die dritte Figur stellt Julie, die Frau Dantons , dar. Sie singt die revolutionäre Hymne , räumt in typisch weiblicher Manier den Tisch ab und dreht den Tisch, was symbolisch für die Lebensuhr steht, die immer näher zum Tod führt.

In dem einstündigen Stück, in dem nur die wichtigsten Szenen aufgeführt werden, fechten Danton und Robespierre ihre abgehobenen Dispute aus, die weder ihnen selbst noch dem Volk, dem sie eigentlich verpflichtet sind, helfen. Einige Nebenrollen werden Danton oder Robespierre zugeordnet, was Verständnis und „Durchblick" nicht unbedingt erleichtert. Die Darsteller spielen ihre jeweiligen Rollen mit großer Intensität und können die feinen Facetten und Nuancen der philosophischen Denkansätze von Danton und Robespierre für den Zuschauer nachvollziehbar machen.

Sicher finden nicht alle an diesem Theaterstück Gefallen , dennoch kann die Aufführung zu einem besseren Textverständnis beitragen.

Héloise Hutter, Kursstufe 2


Nachrichten – immer alles echt?

Das Bonner Theaterkollektiv pulk fiktion räumt auf mit Illusionen

Im März 2013 besuchten die Klassen 6b und 6e gemeinsam mit ihren Deutschlehrerinnen Annette Heider und Petra Sans das Theaterstück „Der Rest der Welt" im Kiesel in Friedrichshafen. Angekündigt war eine Lecture Performance über Nachrichten. Eine Lecture Performance ist eine Art Theater mit Informationen über bestimmte Themen, in unserem Fall Nachrichten. Als wir im Kiesel ankamen, waren wir alle bereits sehr aufgeregt: Was würde uns erwarten? Eine Art Theater wie das Stück „ Frau Kägis Nachtmusik", das wir im November vergangenen Jahres anschauen durften? Nacheinander nahmen wir unsere Plätze ein. Auf der Bühne gab es eine Leinwand und einen blauen Vorhang. Die Technik war direkt auf der Bühne aufgebaut. Der Techniker Basti saß für alle sichtbar hinter einem Tisch mit den technischen Geräten. Da ging das Licht aus. Das Theaterstück begann. Vorhang auf für die beiden jungen Schauspielerinnen Karo und Hannah!

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Im Laufe des Theaterstückes wurde uns erklärt wie Nachrichten gemacht werden. Außerdem liefen Filmausschnitte, in denen Kinder Fragen zu Nachrichten stellen und die Geschichte der Nachrichten gezeigt wurde. Gerade als Karo und Hannah den Aufbau der Nachrichten erläutern wollten, fiel die Kamera aus und das ganze computergestützte Filmsystem stürzte ab. Nach einigen Minuten, in denen das Bühnenteam sichtbar unruhig und angespannt war, konnte das technische Problem behoben werden. So erfuhren wir, dass verschiedene Sender ihre Zeit unterschiedlich aufteilen. Anhand einer Skala von 0 bis 50 wurde der Prozentanteil von Themen wie Politik, Sport, Unfällen und Alltag mit Hilfe einiger Nachwuchsschauspieler unserer Klassen sehr anschaulich dargestellt. So besteht z. B. die Tagesschau aus 48% Politik, 8% Sport, 8% Unfall und lediglich 3% Alltag.

Vieles von dem, was in den Nachrichten läuft, scheint weit weg zu sein. Man kann unberührt zuschauen. Aber es gibt auch Nachrichten, die einem sehr nahe gehen. Das bewegende Gedicht eines 16-Jährigen japanischen Mädchens, das bei dem Unglück in Fukushima 2011 viele Freunde verloren hatte, war ein eindrückliches Beispiel dafür.

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Erstaunlich war für uns die Information, dass Nachrichten – auch die im Fernsehen – nicht immer die Wahrheit abbilden: So wurde z. B. der Schauspieler Zac Efron einmal in einer Nachrichtensendung für tot erklärt. Kurz darauf musste diese Nachricht jedoch widerrufen werden, da sich der damalige Teenieschwarm überraschend auf Facebook gemeldet hatte. Wie mit der modernen Technik „falsche" Realitäten hergestellt werden können, wurde uns auf äußerst verblüffende Weise vor Augen geführt. Die Schauspielerinnen führten zunächst ein kurzes Interview mit Samuel König aus der Klasse 6e, das gefilmt wurde. Danach wurde der Filmausschnitt mit Samuel vom Techniker vor einen ganz anderen Hintergrund gesetzt. Auf dem Bildschirm erschien nun Samuel plötzlich vor einer zerstörten Häuserkulisse und seine Antworten bezogen sich auf einmal auf ein verheerendes Erdbeben in Russland.

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Im Anschluss an die Aufführung durften wir uns auf der Bühne alles anschauen. Die Schauspieler beantworteten Fragen und ließen sich fotografieren. David Opferkuch und Samuel König (beide Klasse 6e) fanden, dass das Theaterstück sehr aufschlussreich gestaltet war: „Die Schauspielerinnen haben vieles, was in Wirklichkeit relativ kompliziert ist, viel einfacher gemacht und auch Sachen mit alltäglichen Dingen verglichen und so das Verstehen einfacher gemacht". Anna Bauer und Laura Michelberger waren vor allem darüber erstaunt, „dass viele der Nachrichten erfunden oder verändert sind." Einig waren wir uns alle darüber, dass dies ein sehr lohnender Theaterbesuch gewesen war.

verfasst von Leonie Salomon und Hannah Stehle Klasse 6b (08.04.2013)


Abithema live – Lesung von Peter Stamm in Riedlingen am 27.11.12

Dem MGTT gelang es, 50 der begehrten Plätze für eine Lesung des Autors Peter Stamm (Verfasser des Romans „Agnes", Pflichtlektüre für das Abitur 2014) am Gymnasium Riedlingen zu ergattern.
Interessierte Schüler und Schülerinnen aus fünf Deutschgruppen der Kursstufe I konnten sich also in Begleitung ihrer Lehrer und Lehrerinnen auf den Weg machen.
Peter Stamm las einige zentrale Passagen aus seinem Werk und stellte sich sodann geduldig den verschiedensten Schülerfragen.

Petrer Stammfreude-zuhoerer

Wie finden Sie es, dass Ihr Roman Sternchenthema geworden ist?
Ich find's toll!

Welche Altersgruppe möchten Sie ansprechen?
Keine bestimmte. Es gibt junge Leser, die mich mögen und alte, die mich mögen. Aus beiden Altersgruppen gibt es auch welche, die mich ablehnen. Natürlich freue ich mich, wenn mich junge Leute lesen.

Wie stehen Sie zu Interpretation, speziell zur schulischen?
Interpretieren, das bedeutet, Ostereier zu suchen, die niemand versteckt hat. Interpretation ist ein Spiel mit dem Text, nicht der Anspruch, die Wahrheit herauszufinden.

Was lesen Sie persönlich gern?
Hemingway, Camus, Ibsen, Poe, Flaubert, Tschechow.

Wenn Sie schreiben, beziehen Sie sich auf das Eisbergmodell von Hemingway?
Gute Literatur ist überaus vielschichtig, ich hoffe, dass meine Bücher das auch sind.

Warum haben Sie „Agnes" geschrieben?
Ein Auslöser war ein Erlebnis mit einer Exfreundin, die mir plötzlich völlig fremd erschien. Wir machen uns wohl zu oft Bilder von Menschen, z. B. auch in Facebook; wenn wir sie dann wieder richtig wahrnehmen, kann das wie ein Neuaufbruch sein. In „Agnes" geht es auch um die Bildnisproblematik.

Wie ist das Ende des Romans zu deuten?
Die Möglichkeit der Befreiung aus der Beziehung sehr ich als eine Interpretationsmöglichkeit.

peter-stamm-unterschrift

Nach Lesung und Gespräch gab es die Möglichkeit, Bücher von Peter Stamm signieren zu lassen. Schüler und Schülerinnen des MGTT machten von dieser Möglichkeit Gebrauch und freuten sich über die begehrte Unterschrift im eigenen Romanexemplar.

Spontan geäußerte Schülermeinungen auf der Rückfahrt im Bus

  • Ich fand die Lesung sehr interessant, da Peter Stamm eine Menge Fragen beantwortet hat, die viele beschäftigen. Außerdem haben wir jetzt ein Gesicht und eine Persönlichkeit vor Augen, wenn wir uns mit dem Autor befassen.
  • Dem stimme ich zu.
  • Gefällt uns!
  • Interessant, direkt mit dem Autor reden zu können.
  • Der Autor hat viele Fragen beantwortet, die man sich auch im Laufe der Lektüre stellt.
  • Ich fand es erstaunlich, dass sich der Autor nicht bei jeder Kleinigkeit all das gedacht hat, was wir in der Schule interpretiert haben.
  • Gefällt uns!

Text und Fotos: C. Haring-Breitwieser


 

„Der Kuss des Feindes" – eine Autorenlesung mit Titus Müller im KITT

„Eine Lesung??" – „Von einem historischen Jugend-Roman??" – „Muss das sein?!" – „So was liest doch nur meine Mutter!!" – Das dachten etliche Schüler der Klassenstufe 7, als sie hörten, dass wir im Deutschunterricht einen Schriftsteller zu Gast haben würden. Und obwohl sehr viele Schüler in der Klasse gern und auch viel lesen, hielt sich die Begeisterung zunächst in Grenzen, denn „Der Kuss des Feindes" ist keine Fantasy-Geschichte.

In der Woche nach den Osterferien besuchten die Klassen 7d und 7e mit ihren Deutschlehrerinnen C. Koch und K. Schwarz das Tettnanger Kino, um sich von Titus Müller aus seinem gerade erschienenen ersten Jugendbuch vorlesen zu lassen. Das KITT war von der Bibliothekarin Frau Benz vorbereitet worden. Der Autor, der u.a. Literatur und Geschichte in Berlin studiert hat, schrieb schon eine ganze Reihe historischer Romane, für die er mit dem C. S. Lewis-Preis und dem Sir Walter Scott-Preis ausgezeichnet wurde. Wir kamen in den Genuss seiner ersten Lesung aus „Der Kuss des Feindes".

fs deu autoren lesung titus mueller Auch dieser Jugendroman behandelt ein geschichtliches Thema. Denn so oder ähnlich hätte es sich um 800 n. Chr. in der heutigen Türkei zutragen können, der Konflikt zwischen Arabern und Christen, in dem sich zwei junge Menschen begegnen, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Der Sohn eines arabischen Hauptmanns, Arif, und die Troglodytin (Höhlenbewohnerin) Savina, die mit ihrem Vater und ihrer Schwester in der unterirdischen Stadt Korama lebt, stehen für die Bevölkerungsgruppen, die miteinander im Krieg lebten. Dort in Kappadokien gruben die ansässigen Christen Höhlen in das weiche Felsgestein, um sich zu verstecken. Auf diese Weise entstanden ganze unterirdische Städte mit etlichen Stockwerken, in denen bis zu zehntausend Menschen Zuflucht fanden (also etwa die Hälfte der Einwohnerzahl von Tettnang). Diese Tunnelsysteme kann man heute noch besichtigen und Titus Müller beschrieb anschaulich, wie sich das Leben in diesen unterirdischen Städten gestaltete.

Während der Lesung herrschte gespannte Stille – Titus Müller schaffte es mühelos, die Siebtklässler in seinen Bann zu ziehen. Die Themen „Toleranz" und „Konflikte innerhalb von Gruppen/Familien" (und für die Mädchen auch das Thema „Liebe") überzeugten die Schüler. Nach den Leseproben überboten sie sich gegenseitig, dem Autor Fragen zu stellen, und waren von Frau Benz kaum zu bremsen. Und als sich Herr Müller auf Nachfragen gern bereit erklärte, Autogramme zu verteilen, gab es am Tisch des Autors eine lange Schlange, an der so gut wie alle Schüler anstanden.

Im Anschluss erklärten die meisten Schüler, dass die Veranstaltung sehr spannend gewesen sei und sie gerne wieder einmal eine Lesung besuchen würden.

In der Klasse 7d stand eine Woche später im Deutschunterricht die Entscheidung für eine Lektüre an. Zur Wahl standen insgesamt sieben Bücher. Und trotz der anfänglichen Bedenken vor der Lesung gewann nun mit sehr großer Mehrheit „Der Kuss des Feindes".

O-Ton der Schüler zur Lesung: „Sie war interessant und spannend." – „Ich fand's richtig gut." – „Man wollte sofort mehr hören." – „Hat Spaß gemacht." – „Er hat die Personen mit richtiger, nachgemachter Stimme gesprochen." – „Die ganze Lesung war cool." – „Ich fand cool, dass er Computer spielt." – „Die Lesung hat Lust auf mehr gemacht."

Carolin Koch


Exklusive Theatervorstellung für die Klasse 6e des Montfort-Gymnasiums

„Wie die Tiere“ - Spannendes Solo-Theaterstück im Tettnanger Schloss

Tettnang (Elena Perwein, Marcus Bentele und weitere Schüler) – Die Klasse 6e des Montfort-Gymnasiums besuchte am 27.05.2011 die Vormittagsvorstellung des Theaterstücks „Wie die Tiere" im Neuen Schloss Tettnang. Christoph Dostal, ein österreichischer Film- und Fernseh-Schauspieler, präsentierte das Stück im Rahmen des „Lebendigen Barockschloss Tettnang".

Gemeinsam mit ihren Lehrern Herrn Stein und Frau Heider konnten die Sechstklässler erstmalig eine Veranstaltung im Neuen Schloss Tettnang erleben. Nach einer kurzen Verzögerung wegen technischer Probleme durften die Schüler im prächtigen Rittersaal die ersten Reihen füllen. Beinahe ungläubig stellten sie fest, dass exklusiv für sie allein gespielt wurde, da sich keine weiteren Zuschauer einfanden.

Christoph Dostal gab den Krimi „Wie die Tiere" des österreichischen Kultautors Wolf Haas als Solotheater zum Besten. Er schlüpfte in zehn verschiedene Rollen und verlieh jeder einzelnen durch passenden Tonfall und treffende Mimik einen eigenen, unverwechselbaren Charakter.

In dem spannenden Stück geht es um den Amateurdetektiv Brenner, der einem hinterhältigen Hundemörder auf den Fersen ist. Der unbekannte Täter legt im Wiener Augarten unbemerkt Hundekekse aus, die mit Stecknadeln gespickt sind. Schon einige untröstliche Hundebesitzer beklagen das Ableben ihre geliebten Vierbeiner.

Brenner verfolgt die verschiedensten Spuren: Ist es etwa der wahnsinnige Architekt, der sich mit dem Umbau des Flakturms in ein riesiges Tierheim ein Denkmal setzen möchte? Oder ist es doch die hübsche Conny, die als Kind von einem schneeweißen Argentino-Hund gebissen worden war?

Durch witzige Videoeinschübe, Tanzeinlagen und dem Einbezug des jungen Publikums gelang Dostal eine kurzweilige Vorstellung, die reichlich mit Applaus belohnt wurde. Im Anschluss durften die Schüler noch Fragen an den Schauspieler stellen und sich ein Autogramm holen.

theaterbesuch kl 6e 2011

Die Klasse 6e war sich einig, dass das ein unterhaltsamer Theatervormittag gewesen war und meinten, dass der Krimi auch erwachsene Zuschauer begeistern könne.

Nachtrag: Nur wenige Tage nach der Aufführung berichtete die Schwäbische Zeitung von nadelbesetzten Hundekeksen in Raderach (einem Friedrichshafener Ortsteil), die einem Familienhund zusetzen. Wie schnell einen doch die Wirklichkeit einholt!


Vom E-Bau des Montfort-Gymnasiums zur Stadtbücherei Tettnang

Die Fachschaft Deutsch am mgtt organisiert in Zusammenarbeit mit der Tettnanger Stadtbücherei in der Unterstufe mindestens zwei Veranstaltungen gemeinsam. In Klasse 5 oder 6 wird die Stadtbibliothek besucht, damit die Schüler und Schülerinnen Ausleihausweise bekommen und eingeführt werden in die Funktionsweise dieser Einrichtung.
Zu Beginn von Klasse 7 findet im Rahmen eines GFS-Trainings im Fach Deutsch ein weiterer Bibliotheksbesuch statt, bei dem die Leiterin der Stadtbücherei, Cosima Kehle und ihre Mitarbeiterinnen, den Schülern und Schülerinnen zeigen, wie man gezielt nach Material suchen kann, um gut gerüstet für die GFS zu sein. Im Folgenden hat die Klasse 6b des Schuljahrs 2008/09 das Wort.

Für die Fachschaft Deutsch: Cornelia Haring-Breitwieser

Bericht über den Besuch der Stadtbücherei (Klasse 6 b, Juni 2009)

buecherei eingAm 19.06.09 besuchte die Klasse die Stadtbücherei Tettnang um zu lernen, wie man inmitten von 35000 Medien das richtige Werk findet. Die Leiterin der Stadtbücherei, Cosima Kehle und ihre Mitarbeiterin begrüßten die Klasse. Dann gab es eine Jungen- und eine Mädchengruppe. Frau Cosima Kehle führte die Mädchen und ihre Kollegin die Jungen. Sie zeigten der 6b, wie man am Computer schnell die richtigen Medien findet. Die Klasse bekam in Dreiergruppen die Aufgabe verschiedene Bücher an Computern zu finden und sie dann vor der Klasse vorzustellen. Dies machte allen Spaß. Diejenigen, die noch keinen Bücherausweis hatten, bekamen einen ausgestellt. Die Klasse durfte noch eine halbe Stunde alles angucken und wer wollte, konnte etwas ausleihen.
Dann war der Stadtbüchereiausflug vorbei. Die 6b verabschiedete sich und ging wieder zur Schule zurück.

Chiara Lück

Besuch Stadtbücherei Klasse 6b - Schülerstimmen

  • Mir hat gefallen, dass wir mit Hilfe des Computers Medien suchen durften und dass man uns gezeigt hat, wie man den Computer bedient. Ich habe gelernt, wie man sich inmitten von 35000 Medien zurechtfinden kann. (Kevin Herrmann)
  • Mir hat gefallen, dass wir nach der Führung noch andere Bücher ausleihen durften. (Julius Bretzel)
  • Mir hat gefallen, dass ich den Ausweis kostenlos bekommen habe. Und dass es eine große Auswahl gibt. Und es ist alles gut geordnet. Man kann auch von zu Hause schauen, ob die Medien entliehen sind. (Julian Streicher)
  • Mir hat gefallen, dass es viele Stockwerke und verschiedene Medien gibt. (Tobias Müller)
  • Mir hat gefallen, dass man nicht nur Bücher ausleihen kann. (David Danner)kl6b
  • Mir hat sehr gut gefallen, dass es fast für jedes Thema ein Buch oder eine DVD oder CD gab. (Sandro Demel)
  • Mir haben besonders gut die Sachbücher im 3. Stock gefallen. (Fabio Ziegler)
  • Mir hat besonders gut gefallen, dass wir nicht nur gelernt haben, wie man die Bücher am Computer sucht, sondern auch wie man sie dann in der Bibliothek findet. (Lucas Hänsler)
  • Mir hat gut gefallen, dass es so eine umfangreiche und gut sortierte Auswahl an Medien gibt und dass die Mitarbeiterinnen der Bibliothek trotz der Menge von 35000 Medien einen kühlen Kopf bewahren. (Valentin Amann)
  • Mir hat die herzliche Begrüßung und das Arbeiten an den Computern gefallen; das freie Suchen nach Medien ebenso. (Teresa Locher)
  • Mir hat das Spiel gut gefallen, bei dem wir zwei Medien suchen mussten, um das Gelernte zu überprüfen. (Sandra Schupp)
  • An der Führung hat mir besonders gut gefallen, dass die Stadtbibo fast zu jedem Thema ein Buch hat. Ich habe jetzt gelernt, wie man Medien am Computer suchen kann. (Philip Craß)
  • Mir hat am Ausflug die Führung am besten gefallen. (Niklas Dickert)
  • Mir hat gut gefallen, dass uns die Leiterin der Stadtbibliothek, Cosima Kehle und ihre Mitarbeiterin gezeigt haben, wie man mit dem Computer arbeitet und dass sie uns verschiedene Abteile gezeigt haben. (Jil Avanzini)
  • Mir hat die Suche in Dreiergruppen nach den Medien am Computer gefallen. (Sabrina Sauter)
  • Mir hat gut gefallen, dass die Leiterinnen so nett und hilfsbereit waren und dass sie sich die Zeit für uns nahmen. (Tom Haller)
  • Mir hat gut gefallen, dass wir gelernt haben, wie man Bücher ganz leicht am Computer suchen und finden kann. (Michelle Häring)
  • Mir hat gut gefallen, dass wir mit dem Computer (Suchen von Medien) gearbeitet haben. (Lena Rizzolo)
  • Mir hat gut gefallen, dass wir in Dreiergruppen alleine die Medien suchen sollten. (Janina Müller)
  • Mir hat besonders gut gefallen, dass wir alle Bücher anschauen und durchlesen durften. (Leonard Eckart)
  • Mir hat gut gefallen, dass wir am Schluss in Ruhe Garfield lesen konnten. (Oskar Kaiser)
  • Mir hat gut gefallen, dass die Bibliothekarin alles gut erklärt hat. (Ramona Morgen)
  • Mir hat gut gefallen, dass wir mit einfachen übungen jetzt wissen, wie wir Medien finden. (Julia Weber)
  • Was mir an dem Bibliotheksbesuch besonders gut gefallen hat, waren die Comics. (Michael Poschik)
  • Mir hat besonders gut gefallen, dass wir gelernt haben, wie man mit dem Computer etwas ausleiht. (Johannes Jäger)
  • An der Führung hat mir das Computersystem am besten gefallen. (Fabian Wachsmuth)
  • Mir hat besonders gut gefallen, dass es sooooo viele verschiedene Sachen gibt und dass Cosima Kehle und ihre Kollegin alles so gut erklärt haben. (Chiara Lück)
  • Mir hat es besonders gefallen, als wir am Computer Bücher suchen mussten und sie dann vorgestellt haben. Da ich mich jetzt besser auskenne, werde ich auch oft in die Bücherei gehen. (Esther Leidinger)
  • Was ich Neues gelernt habe, ist, dass es verschiedene Bücherarten gibt (Geschichtsbücher, Romane, �). (Joshua Huster)
  • Mir hat gefallen, dass es auch DVDs gab und dass es ein Computersuchsystem gab. Neu habe ich gelernt, wie man eine erfolgreiche Buchsuche vollzieht. (Markus Kronmaier)

Kontakt

Mo.-Do.: 7 bis 16 Uhr / Fr.: 7 bis 12:30 Uhr


Montfort-Gymnasium
Manzenbergstraße 30
88069 Tettnang
Tel.: 07542/932430
Fax: 07542/5727
sekretariat@mgtt.de


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