Die Elternbriefe seit dem Schuljahr 2009/2010

Elternbrief 75

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Am 24. Oktober 2019 befanden sich die Latein-Schüler und Schülerinnen der 7. Klassen zusammen mit ihrer Lateinlehrerin Fr. Höllwarth und einer weiteren Lehrkraft auf Exkursion in Cambodunum, dem heutigen Kempten und damaligen zivilen Verwaltungszentrum der römischen Provinz Raetien. Im dortigen Archäologischen Park wurden die Schüler/innen von einer sachkundigen Führerin durch das Forum, den Tempelbezirk und die Thermen des Parks geführt und erfuhren viele interessante Details rund um das Leben in der Antike. Hierbei bekamen die Schüler/innen auch einen unmittelbaren Einblick in antike Gepflogenheiten und durften sich z.B. in der Therme mit einer strigilis (römisches Schabeisen) das imaginäre Öl von der Haut schaben und sich auch auf eine Latrine setzen, wobei sie noch in den antiken Umgang mit der Klobürste eingewiesen wurden, was zur allgemeinen Erheiterung beitrug. Zahlreiche nette Anekdoten lockerten den Vortrag unserer Führerin auf: so z.B. der römische Aberglaube, einen Raum nur mit dem rechten Fuß zu betreten oder auch das Verrichten öffentlicher Geschäfte (neben den „eigentlichen“ Geschäften) auf einer öffentlichen Latrine. Außerdem durften die SchülerInnen (unter Einsatz von modernen Medien) eine antike Opferprozession nachstellen und sich aktiv am Öffnen eines antiken Türschlosses versuchen, was sich als gar nicht so einfach herausstellte. Alles in allem verlief die Führung recht kurzweilig und verband sehr geschickt Antikes mit Modernem. Auch ein recht penetranter und „anhänglicher“ moderner Laubbläser, über dessen Lärm sich der römische Philosoph Seneca sicherlich beschwert hätte, tat der Laune aller Beteiligten keinen Abbruch, wenngleich dadurch die Stimme unserer Führerin sowie auch die Konzentrationsfähigkeit der Zuhörer durchaus auf eine harte Probe gestellt wurden. (Was lässt sich dazu mit einem Augenzwinkern anmerken? – Verbindung von Antike und Moderne eben!) Im Anschluss an die Führung konnte dann vor der Heimfahrt noch ein wenig im Archäologischen Park verweilt werden. Hierbei erfreute sich auch der schön angelegte römische Spielplatz mit archimedischer Schraube und römischem Kriegsschiff großer Beliebtheit und lud zur abschließenden Vesperpause ein. So konnte die Heimreise gestärkt und mit vielen Eindrücken im Gepäck sowie auch dem ein oder anderen Souvenir aus dem Museumsshop angetreten werden, wie z.B. Schreibtafeln aus Wachs, römische Spiele oder Nachbildungen von römischen Münzen. Auch ein schön bemaltes größeres Holzschild fand den Weg in den Bus und wird vermutlich von seinem neuen Besitzer mittlerweile schon auf seine Standfestigkeit geprüft worden sein. Rückblickend waren sich alle Beteiligten einig: Cambodunum ist eine Reise wert! (Christine Höllwarth)

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