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Einsetzung des neuen Schulleiters Dr. Timon Binder

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F wie Freude

Dr. Timon Binder wird das Montfort-Gymnasium ab dem neuen Schuljahr leiten. Die feierliche Einsetzung fand am 25. Juli 2022 in der Aula statt. Zahlreiche Gäste waren, der Hitze trotzend, gekommen, um ihn zu begrüßen und kennenzulernen. Die Neugierde war natürlich vor allem im Kollegium besonders groß: Wie würde der neue Chef sein? Was würde er in seiner Rede sagen? Ein Bild hatte sicherlich jede(r) schon gegoogelt, aber jemanden in natura zu erleben ist dann doch etwas anderes.

A propos „in natura“ – Dr. Timon Binder ist Altphilologe (Latein und Altgriechisch) sowie Germanist. Er ist auch nicht neu im Schulleitergeschäft, sondern leitete bisher das Gymnasium Hohenbaden in Baden-Baden. Dementsprechend gekonnt, reflektiert und inhaltsreich durften wir dann auch seine Rede erleben.

Doch der Reihe nach. Um 15 Uhr begann die Feier bei hohen Temperaturen, die mitleidigen Blicke galten allen Anzugsträgern. Nachdem die Jazzband von Herrn Brugger beschwingt zum Auftakt gespielt und gesungen hatte, trat Frau Hild, unsere kommissarische Schulleiterin, auf die Bühne, um die Gäste zu begrüßen. Sie ließ kurz das Schuljahr Revue passieren.

eins bdr 02Frau Butzko, eigens angereist vom Regierungspräsidium Tübingen, lobte das Montfort-Gymnasium für seine Offenheit, Vielfalt sowie die besondere Gemeinschaft, Struktur und Zusammenarbeit im Alltag. Sie bedankte sich bei Frau Hild für ihre Arbeit im letzten Jahr, woraufhin ein großer Applaus im Saal erklang.
Nach weiteren Würdigungen des Schulleitungsteams und des Kollegiums begann Frau Butzko damit, einen Einblick in Dr. Binders Werdegang zu geben.

Dr. Binder habe seine Wurzeln in Oberschwaben, er sei in Ravensburg aufgewachsen und habe dann in Konstanz studiert. So sei es nicht verwunderlich, dass er in den Umkreis des Sees zurückwolle. Zustimmendes Nicken im Kollegium. Promoviert habe er in den Klassischen Sprachen. Er war am Heinrich-Suso-Gymnasium in Konstanz Abteilungsleiter, bevor er schließlich als Schulleiter nach Baden-Baden ging. Auch am Gymnasium Hohenbaden werde viel Wert auf die Gemeinschaft gelegt, weswegen er auch so gut an das MGTT passe. Frau Butzko sprach abschließend ihre guten Wünsche auch im Namen von Frau Dr. Pacher und Herrn Hachenberg für die neue berufliche Zukunft am MGTT aus. Sie überreichte einem strahlenden Dr. Binder schließlich die offizielle Urkunde.

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eins bdr 02eins bdr 05Der Tettnanger Bürgermeister Bruno Walter dankte Frau Hild mit einem Gutschein der Stadt für ihr Engagement. An Dr. Binder formulierte er den Wunsch, er möge den Campus Manzenberg vorantreiben sowie den sehr guten Ruf des MGTT sichern. Dafür wünsche er Dr. Binder Mut, Standfestigkeit und Fingerspitzengefühl.

Herr Stohr in seiner Eigenschaft als geschäftsführender Schulleiter wählte für seine Ansprache das Bild des Kapitäns, der sein Schiff durch die Gewässer dirigiert, um den Leuchtturm als Ort der Ruhe, Reflexion und Autorität zu erreichen, gleichsam mit ihm zu verschmelzen. Denn die Aufgaben eines Schulleiters – da spricht er aus Erfahrung – seien mannigfaltig und mit hohen Erwartungen versehen.

M wie moodle-Passwort, G wie Göffel, T wie Trüffel T wie Tasse. Nebst einem warmen MGTT-Pullover für die drohende Corona-Lüftungszeit erhielt Dr. Binder diese Geschenke, um sich in unserer Schulgemeinschaft einzufinden. Personalrat Andreas Wäschle, Elternsprecherin Sonja Wieser, Schüler Denis Parduzi sowie Mutter und Abteilungsleiterin Birgit Holland überreichten ihm diese und wünschten ihm Mut, Gelassenheit, Geselligkeit, Teamgeist und natürlich ein gutes Ankommen in Tettnang. F wie Freude wurde kurzerhand noch zum MGTT dazugedichtet (MGTTF).

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Jazz-Band dritter Teil, wippende Knie, die Spannung steigt.

Dr. Binder betritt die Bühne. Zunächst ging er auf seine Vorredner ein, indem er ihnen herzlich dankte. Er brachte seinen Stolz und seine Freude (da war sie wieder) zum Ausdruck, an das MGTT, eine renommierte Schule, zu kommen. Gerade die Breite und Tiefe, für die das Montfort-Gymnasium stehe, hätten es ihm angetan. Das hörten wir gerne und machten es uns bequem für die Rede, die nun folgen sollte.

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Als Ausgangspunkt nimmt Dr. Binder die digitale Welt, in der die Generation Z (Hurrelmann) aufwachse. Darauf müsse Schule reagieren. Auf der einen Seite könne das natürlich heißen, die Techniken zu vermitteln, zu lernen zu bedienen und Fake News zu entlarven. Aber das sei nicht ausreichend. Im Vordergrund sollte die persönliche Reife stehen. Erfolgreiches und selbstbestimmtes Handeln, das durch Persönlichkeitsbildung ermöglicht werde. Kurz gesagt sei Bildung selbstreflexiv, die Digitalisierung nicht. Wir sollten nicht ausbilden, sondern bilden wollen.

eins bdr 08Dass diese Dichotomie nicht neu sei, zeigt Dr. Binder in einem Rekurs auf die Sophisten der Polis auf, die ähnlich wie heutige Coachs, nützliche Fertigkeiten zu vermitteln vermochten. Sie trainierten andere im Argumentieren, die daraus dann Erfolg schlugen.

An diesem „Mehr-Schein-als-Sein“-Auftreten störten sich jedoch die Philosophen, die Wahrheit erlangen wollten. Dies sei übertragbar auf die heutigen Werte und Haltungen, so Dr. Binder weiter. Damals hätten sich die Sophisten und Philosophen diametral gegenübergestanden. Dieses „Entweder-Oder“ gelte es heutzutage aufzubrechen und sowohl Techniken als auch Reflexion und Position zu lehren. Gymnasiale Bildung verstehe er als „Schulung im Denken“. Das Lernen mit Werten und Haltung sei nicht nur für die Geisteswissenschaftler relevant, sondern für alle, gerade in Zeiten der militärischen Krisen, der KI sowie der Gentechnik. Der Mensch müsse im Team verortet werden, eine lebendige Schulgemeinschaft sei das Ziel. Das Bildungsangebot des MGTT passe sehr gut zu seinem Verständnis von Bildung, sodass sich seine Person und unsere Schule zusammenfügen und komplementieren werden.

Abschließend verspricht Dr. Binder genau hin- und zuzuhören. Wünschen und Ideen begegne er mit Offenheit, Wertschätzung und Empathie seien ihm sehr wichtig.

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Der Ansprache folgte der 4. Auftritt der Jazz-Band. Viele erkannten das Stück „Tequila“ – so recht traute sich dennoch keiner, an entsprechender Stelle einzustimmen (zumindest nicht laut) oder hielt es in diesem Rahmen nicht für angemessen. In jedem Fall war es eine passende Überleitung zum nun folgenden Sektempfang, bei dem man sich ungezwungen ein wenig näher kennen lernen konnte. Solange die Hitze es zuließ…

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