Neuer Wind im Land. Landesdebattier-Jugend begeistert mit hartem und fairem Schlagabtausch

Am Freitag vor den Osterferien fand im CVJM-Gebäude in der Stuttgarter Innenstadt die Landesqualifikation Jugend debattiert Baden-Württemberg statt. 64 Debattantinnen und Debattanten aus dem Ländle im Südwesten gaben sich haben sich in insgesamt 32 Debatten einen harten, aber auch fairen Schlagabtausch geliefert. Denn die Themen hatten es in sich und erforderten wegen ihrer gesellschaftlichen Relevanz einen scharfen Verstand und eine eloquente Wortwahl.

20260327 landesquali jugend debattiert foto kleinLandeskoordinator Jochen Strehle (rechts) neben glücklichen Finalistinnen und Finalisten nebst fast ebenso glücklichen Nachrückerinnen und Nachrückern am Ende der Ladnesqualifikation Jugend debattiert 2026. Constantin Künst vom HMG Leutkirch vierter von rechts.

Statt am letzten Schultag vor Ostern in der großen Pause Eier zu suchen und den Ferien entgegenzusehnen, fragten die Debattierenden in der Landeshauptstadt, ob nicht auch Dart, Bogenschießen oder Eiscurling ebenbürtig zur Fußballbundesliga im Fernsehen übertragen werden soll, ob aus Gründen der Demokratieförderung jede Achtklässlerin, jeder Neuntklässler zum Kaffeekochen im Abgeordnetenbüro der hiesigen Landtagsabgeordneten oder des lokalen Gemeinderats verpflichtet werden soll, ob für ein Mitglied des Landtags nach zwei Legislaturperioden Schluss mit der Volksvertretung sein soll oder ob Strafgefangene finanziell auf das Niveau von Mindestlohnempfänger gehoben werden sollen, bei komplett freier Kost und Logis.

Die spannenden und durchaus kurzweiligen Debatten zeigten klar, auf welchem rhetorischen Niveau neuerdings auch auf Landesniveau wieder debattiert wird. Die Stimmung im vollbesetzten Saal des CVJM, vor dem Landeskoordinator Jochen Strehle nach einem langen Debattentag die acht überglücklichen Finalistinnen und Finalisten küren durfte, war entsprechend elektrisiert. Man hatte das Gefühl, da bewegt sich was im Land. Relevante Themen, eine faire Auseinandersetzung und eine neue Lust am Debattieren, dies scheint aktuell als Rezept zu funktionieren und vielleicht auch über die junge Generation hinaus einen nicht unerheblichen Beitrag für den gesellschaftlichen Austausch zu leisten.

Wir gratulieren Constantin Künst vom Hans-Multscher-Gymnasium Leutkirch. Er ist einer der glücklichen Gewinner, die am 17. April im Stuttgarter Rathaus zum großen Finale antreten werden, bevor die daraus hervortretenden vier Landessieger unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten im frühsommerlichen Berlin gegen den Rest der Republik antreten werden. Ein herzlicher Glückwunsch geht auch an Isabell Dobra. Sie hat sich auf ihrem ersten Wettbewerb auf Landesebene gegenüber der starken Konkurrenz stark durchsetzen können. Wir hoffen, dass es im nächsten Jahr für einen der begehrten ersten Plätze reichen wird.

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SMV-Hütte 2026

Überall auf den Tischen liegen bunte Plakate, Notizen und ringsherum sitzen die Schüler und planen zukünftige Events, während in der Küche das Abendessen zubereitet wird. Auch wenn sich der Tag schon dem Ende zuneigt, wird hier noch bis spät in die Nacht gearbeitet und geplant.
Die diesjährige 'SMV-Hütte' fand, wie schon in den letzten Jahren, im November in Niedersonthofen statt, diesmal allerdings in einem anderen Haus. Auch die SMV-Leitung hat sich verändert und so fand die 'Hütte' dieses Jahr etwas später als in den letzten Jahren erst im November statt. Doch trotz des späteren Zeitpunktes war das Wetter überraschend gut und es gab viele Möglichkeiten für gemeinsame Aktivitäten im Freien.

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Zudem gab es zusätzlich im Inneren der Hütte unzählige Beschäftigungsmöglichkeiten und Gelegenheiten, um Kontakte zu knüpfen, wie beispielsweise eine Tischtennisplatte, ein Gemeinschaftsraum und die mitgebrachten Karten- und Gesellschaftsspiele. Die Schülersprecher Linda, Julia und Samuel (Klasse 10 und KS2) organisierten außerdem ein Gruppenspiel mit dem Namen „Murder Mystery“, welches über das ganze Wochenende gespielt wurde. Ziel des Spieles war es, einer zufälligen Person einen vorher ausgelosten Alltagsgegenstand in die Hand zu geben, um sie so zu eliminieren, ohne selbst eliminiert zu werden. Dieses Spiel half auch, Kontakte unter den Schülern zu knüpfen, da man so mit Mitschülern näher in Kontakt kam, um ihnen den ausgelosten Gegenstand unauffällig zu geben, wodurch die Gewinnchance erheblich stiegen.

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Als Abendprogramm organisierten die Schülersprecher die sogenannte „SMV Game Night“. Dabei stellten sich sechs Teams verschiedenen Disziplinen, um dem Hüttenputz zu entgehen, den das Verliererteam übernehmen musste. Die Aufgaben waren dabei beispielsweise, Lieder zu erraten, Liegestützen und Planks zu machen, einen Wasserkrug mit ausgestrecktem Arm zu halten und ein Glas Wasser so schnell wie möglich zu trinken.
Selbstverständlich wurde, wie schon in den letzten Jahren, auf der Hütte viel Organisatorisches für das laufende Schuljahr besprochen. Eingeteilt in die Referate Schulgemeinschaft, Schulentwicklung, Sport, Events und Pressearbeit wurden verschiedene Aktivitäten und Events geplant, darunter der Weihnachtsmarkt, die X-Mas Party, der Wintersporttag, die Ostereiersuchaktion, die Valentinsbriefe und vieles mehr.
Ja, das war mal wieder eine schöne Hütte! Wir bedanken uns ganz herzlich bei dem Küchenteam aus der KS2, das uns leider zum letzten Mal bekocht hat. Und natürlich bedanken wir uns bei den Schülersprecherinnen und Schülersprechern für das kreative Programm sowie bei Frau Bahnmüller und Herrn Voige, die uns zum ersten Mal auf die Hütte begleitet haben.
Wir freuen uns auf viele weitere schöne SMV-Hütten und SMV-Jahre und bedanken uns bei allen, die dabei waren und dafür gesorgt haben, dass die SMV-Hütte 2025 wie immer ein unvergesslich spaßiges, aber auch produktives Wochenende war.

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SCHULKUNST-Ausstellung TEXTIL

Liebe Eltern, liebe Schülerinnen und Schüler, liebe Kolleginnen und Kollegen,

mit großer Freude möchten wir Sie und euch auf die diesjährige SCHULKUNST-Ausstellung zum Thema Textil aufmerksam machen. In den vergangenen Wochen haben sich die Schülerinnen und Schüler unserer Schule intensiv und kreativ mit diesem Thema auseinandergesetzt. Mit viel Engagement, Ausdauer und Fantasie wurde genäht, geknüpft, gefärbt, geflochten und gestaltet.

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Dabei sind beeindruckende Arbeiten entstanden, von denen eine Auswahl in die Ausstellung aufgenommen wurde: Stoffe verwandelten sich in farbenreiche Landschaften (Klassenstufe 2), geheimnisvolle Tiefseetiere (Klasse 8) wurden aus textilen Materialien zum Leben erweckt, und individuelle, ausdrucksstarke Porträts (Klasse 10) zeigen die Vielfalt gestalterischer Möglichkeiten. Die unterschiedlichen Techniken und Herangehensweisen machen deutlich, wie ideenreich und engagiert unsere Schülerinnen und Schüler gearbeitet haben.

Die Werke sind noch bis zum 12. April 2026 im Haus der Katholischen Kirche in Ravensburg zu besichtigen.

Das SCHULKUNST-Programm ist seit 1985 eine landesweite Fördermaßnahme zur musisch-kulturellen Bildung in Baden-Württemberg. Im Rahmen der Ausstellung präsentieren alle Schularten gemeinsam ihre künstlerischen Beiträge und zeigen eindrucksvoll das kreative Potenzial unserer Schulen.

Wir würden uns sehr freuen, wenn Sie und ihr diese besondere Gelegenheit nutzen, um die künstlerische Arbeit unserer Schülerinnen und Schüler vor Ort zu entdecken.

Herzliche Grüße

 

Die Kunst-Fachschaft am MGTT

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Update USA: Zwischen Campus-Vibe und politischem Beben – Tabea Weinpel zu Gast am MGTT

Ein „Realitätscheck“ der besonderen Art: Die ehemalige Schülerin Tabea Weinpel berichtete in einem fesselnden Interview über ihre Jahre in den USA, das Leben unter der Trump-2-Administration und ihren bevorstehenden Neuanfang am anderen Ende der Welt.

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In der vollbesetzten Aula lauschten die Schülerinnen und Schüler der Oberstufe am vergangenen Montag einem Gespräch, das weit über das hinausging, was Nachrichtenbilder vermitteln können. Tabea Weinpel, die ihren Traum vom Studium in den USA an der Baker University in Kansas verwirklichte, war zu Gast, um von ihren Erlebnissen zu berichten. Eloquent, authentisch und mit einer beeindruckenden Präsenz nahm sie das Publikum mit auf eine Reise durch ein Land im Umbruch.

Dass die USA nach wie vor eine enorme Anziehungskraft besitzen, wurde in der ersten Hälfte des Interviews deutlich. Tabea schilderte lebhaft das perfekt organisierte Campusleben an ihrer Privatuniversität. Mit viel Enthusiasmus zeigte sie auf der Beamerleinwand Details ihrer Stundenpläne und beschrieb das Besondere des Campus-Lebens: An einer US-Privatuni ist das Studium „verschulter“, aber auch persönlicher und intensiver – eine Umgebung, in der sie sich sofort aufgenommen und zu Hause fühlte.

Doch das Gespräch nahm eine ernste Wendung, als die Sprache auf die gesellschaftlichen Veränderungen kam. Tabea berichtete von schleichenden, aber tiefgreifenden Erlebnissen, die das Publikum sichtlich bewegten. Besonders eine Anekdote blieb hängen: Ein befreundeter Restaurantbesitzer stand eines Morgens vor einer leeren Küche – fast die gesamte Belegschaft war verschwunden. Erst Tage später kam ein Anruf aus Mexiko; die Angestellten waren in einem LKW über die texanische Grenze gebracht worden, ungeachtet ihres Status oder ihrer Pässe. Auch Berichte einer Freundin aus Minneapolis, wo sich Studierende in ihren Zimmern verbarrikadieren sollten, zeichneten ein beklemmendes Bild der aktuellen Lage.

Trotz dieser bestürzenden Schilderungen war der Vormittag nicht von Resignation geprägt. Im Gegenteil: Tabeas ungebrochener Enthusiasmus und ihr Durchhaltewille beeindruckten die Zuhörerschaft nachhaltig. Sie hat sich entschieden, vorerst einen neuen Weg einzuschlagen. Bereits am kommenden Freitag fliegt sie nach Neuseeland, um dort „Konfliktmanagement“ zu studieren – ein Fach, das angesichts ihrer Erfahrungen aktueller nicht sein könnte.

Besonders berührend war ihr Schlussfazit: Trotz aller Widrigkeiten hat sie ihr Herz an die USA verloren. Ihr Ziel bleibt es, irgendwann zurückzukehren, wenn die Zeit dafür wieder reif ist.

Das MGTT und das Schülergremium bedanken sich herzlich bei Tabea für diesen mutigen und ehrlichen Einblick. Wir wünschen ihr für ihre Reise ins Land der Maori, Kiwis und Hobbits alles erdenklich Gute und viel Erfolg bei ihrer neuen Mission!

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Vom Reinraum ins Weltall: Der Galileo-2 Satellit zu Besuch am Montfort-Gymnasium

20260126 airbus galileo 2 satellit fotoWieviel Satelliten braucht man, um seine Position auf 10cm genau zu bestimmen?

Wie kommt ein Satellit ins All, was macht er dort oben – und warum braucht man eigentlich gleich vier Stück, um ein Handy zu orten? Antworten auf diese und viele weitere Fragen bekamen die Schülerinnen und Schüler der 5. Klassen des Montfort-Gymnasiums bei einem spannenden Vortrag direkt aus der Raumfahrtpraxis.
Am 27.01.2026 besuchten Christian Wulf (rechts im Bild) und Florian Assfalg (links) von Airbus in Friedrichshafen gemeinsam mit der Auszubildenden Smilla Kramer das Montfort-Gymnasium. Die beiden Referenten, die selbst Kinder in den 5. Klassen haben, meldeten sich eigeninitiativ für den Vortrag, um ihre Begeisterung für Raumfahrt und Technik mit den Schülerinnen und Schülern zu teilen. Inhaltlich knüpfte der rund einstündige Vortrag gezielt an Unterrichtsinhalte des Geographieunterrichts der Klassenstufe 5 an.
Im Mittelpunkt stand der Bau des Galileo-2-Satelliten, der bei Airbus in Friedrichshafen entsteht. Die Gäste erklärten, was ein Galileo-Satellit kann, was an der neuen Generation neu ist und in welcher Höhe Satelliten die Erde umkreisen. Auch Fragen wie „Was passiert im Reinraum?“, „Wie kommt ein Satellit ins All?“ oder „Was passiert, wenn er nicht mehr funktioniert?“ wurden altersgerecht und verständlich beantwortet. Mehrere kurze Videos lockerten den Vortrag auf und machten komplexe Abläufe anschaulich.
Selbst aktiv wurden die Schülerinnen und Schüler, als sie mithilfe einer aufblasbaren Weltkugel nachvollziehen konnten, warum man mindestens vier Satelliten benötigt, um eine Position auf der Erde genau zu bestimmen. So wurde Satellitennavigation ganz praktisch erfahrbar.
Im Anschluss blieb ausreichend Zeit für eigene Fragen – und die reichten von technisch anspruchsvoll („Wie kommt die Trägerrakete wieder zurück?“ oder „Was kostet ein Satellit?“) bis zu ganz großen Themen („Gibt es Außerirdische?“). Geduldig und mit Humor gingen die Gäste auch darauf ein.
Der Vortrag bot nicht nur einen lebendigen Einblick in moderne Raumfahrttechnik, sondern zeigte auch, wie gut sich aktuelle Hightech-Themen mit dem Geographieunterricht der Klassenstufe 5 verbinden lassen.

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Mo.-Do.: 7:00 Uhr bis 15:15 Uhr / Fr.: 7:00 Uhr bis 13:00 Uhr

Ausnahmen: montags von 8:00 Uhr bis 9:00 Uhr und täglich zwischen 9:30 Uhr und 10:30 Uhr geschlossen


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