Vom Reinraum ins Weltall: Der Galileo-2 Satellit zu Besuch am Montfort-Gymnasium
Wieviel Satelliten braucht man, um seine Position auf 10cm genau zu bestimmen?
Wie kommt ein Satellit ins All, was macht er dort oben – und warum braucht man eigentlich gleich vier Stück, um ein Handy zu orten? Antworten auf diese und viele weitere Fragen bekamen die Schülerinnen und Schüler der 5. Klassen des Montfort-Gymnasiums bei einem spannenden Vortrag direkt aus der Raumfahrtpraxis.
Am 27.01.2026 besuchten Christian Wulf (rechts im Bild) und Florian Assfalg (links) von Airbus in Friedrichshafen gemeinsam mit der Auszubildenden Smilla Kramer das Montfort-Gymnasium. Die beiden Referenten, die selbst Kinder in den 5. Klassen haben, meldeten sich eigeninitiativ für den Vortrag, um ihre Begeisterung für Raumfahrt und Technik mit den Schülerinnen und Schülern zu teilen. Inhaltlich knüpfte der rund einstündige Vortrag gezielt an Unterrichtsinhalte des Geographieunterrichts der Klassenstufe 5 an.
Im Mittelpunkt stand der Bau des Galileo-2-Satelliten, der bei Airbus in Friedrichshafen entsteht. Die Gäste erklärten, was ein Galileo-Satellit kann, was an der neuen Generation neu ist und in welcher Höhe Satelliten die Erde umkreisen. Auch Fragen wie „Was passiert im Reinraum?“, „Wie kommt ein Satellit ins All?“ oder „Was passiert, wenn er nicht mehr funktioniert?“ wurden altersgerecht und verständlich beantwortet. Mehrere kurze Videos lockerten den Vortrag auf und machten komplexe Abläufe anschaulich.
Selbst aktiv wurden die Schülerinnen und Schüler, als sie mithilfe einer aufblasbaren Weltkugel nachvollziehen konnten, warum man mindestens vier Satelliten benötigt, um eine Position auf der Erde genau zu bestimmen. So wurde Satellitennavigation ganz praktisch erfahrbar.
Im Anschluss blieb ausreichend Zeit für eigene Fragen – und die reichten von technisch anspruchsvoll („Wie kommt die Trägerrakete wieder zurück?“ oder „Was kostet ein Satellit?“) bis zu ganz großen Themen („Gibt es Außerirdische?“). Geduldig und mit Humor gingen die Gäste auch darauf ein.
Der Vortrag bot nicht nur einen lebendigen Einblick in moderne Raumfahrttechnik, sondern zeigte auch, wie gut sich aktuelle Hightech-Themen mit dem Geographieunterricht der Klassenstufe 5 verbinden lassen.